Saisonführerschein wird eingeführt

Natürlich war das ein kleiner Aprilscherz unsererseits. Vielen Dank für die zahlreichen Likes und Shares… und vielen Dank auch an meinen alten Fahrlehrer, der den Spaß sogar über seine offizielle Fahrschul-Seite auf Facebook mitgemacht hat. Ich hoffe nur, ich habe das Bundesverkehrsministerium jetzt nicht auf komische Ideen gebracht 🙂   – Zentraldenker

Wie das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg bestätigt, wird im kommenden Herbst ein sogenannter „Saison-Führerschein“ eingeführt. Die Führerscheine gelten dann nur noch im Winter- bzw. Sommerhalbjahr. Hintergrund ist die zunehmende Zahl von Fahrern, die ihre Fahrzeuge nur noch mit Saisonkennzeichen nutzen.
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Für Fahrer, die ihr Auto nur noch von März bis Oktober fahren, bietet sich so die Möglichkeit, mit dem Sommerführerschein eine verkürzte Fahrausbildung zu absolvieren, die voraussichtlich nur noch die halbe Zahl an Fahrstunden erfordert und entsprechend günstiger zu erwerben sein wird. 

Umgekehrt werden Fahrer, die im Winterhalbjahr fahren möchten, verstärkt zur Kasse gebeten. Insbesondere Erfahrungen in harten Wintern hätten gezeigt, dass es viele Defizite bei den Fahrkünsten der oft nur unzureichend trainierten Fahrer gebe, so die Behörde. Spezielle Winterseminare werden dann zur Pflicht, die Mehrkosten von etwa 600 Euro verursachen werden.

Die Fahrer, die ihr Fahrzeug das ganze Jahr über bewegen möchten, werden nach wie vor einen Ganzjahresführerschein machen müssen, der dann um die speziellen Wintertrainings ergänzt wird. Bestandteil dieser Prüfung ist neben einem erweiterten Erste-Hilfe-Kurs auch ein Lawinenlehrgang.

Wichtig: Die Regelung gilt rückwirkend für alle Verkehrsteilnehmer, die einen sogenannten Führerschein auf Probe besitzen. Diese werden vor Ablauf der Frist angeschrieben, sich für eine Saison entscheiden zu müssen. Wer sich für den Sommer entscheidet, kann mit dem bisherigen Führerschein weiterfahren; bei Ganzjahres- oder Winterbetrieb wird die Winterschulung fällig. 

Fahrzeugführer, die zum Stichtag bereits mehr als drei Jahre im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis sind, werden vorerst keine Änderungen vornehmen müssen. Bei ihnen wird die Fähigkeit zur Ganzjahresführung eines Fahrzeugs vorausgesetzt.

Die Regelung gilt zunächst für Fahrer von PKW bis 3,5 Tonnen. Eine entsprechende Regelung für LKW und Busse ist in Vorbereitung. Motorrad-Führerscheine sollen nach ersten Verlautbarungen in Zukunft nur noch im Sommer Gültigkeit besitzen, da die meisten Motorradfahrer ihre Krafträder ohnehin nicht im Winter betreiben.