Sommertreffen Hockenheimring 2015 – der Bericht

Viel zu schnell ging das Sommertreffen der Coupé-Freunde Deutschland  vorüber, aber dafür war es auch ein ganz besonderes Erlebnis, das die Teilnehmer sicherlich nicht so schnell vergessen werden.

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Hotelparkplatz

Die Anreise erfolgte wie üblich für einen Teil der Mitglieder bereits am Freitag. Das Hotel Leo in Mühlhausen, in dem wir uns einquartiert hatten, verfügt über einen großen hauseigenen Parkplatz, auf dem unsere Coupés sicher geparkt werden konnten (was ja nicht ganz unwichtig ist). Das Treffen hat uns jedoch wieder einmal vor Augen geführt, dass selbst die sorgfältigste Planung durch höhere Gewalt über den Haufen geworfen werden kann. Aber auch die Gesundheit spielt nicht immer mit. In der Folge mussten wir dann die dritte Gruppe auf die anderen beiden umverteilen, was jedoch letztlich kein Problem darstellte. Doch bevor es am Samstag losging, fanden sich die bereits anwesenden Teilnehmer zu einem ausgesprochen leckeren Essen bei „Da Giovanni“ ein, einem (natürlich italienischen) Restaurant.

BASF Ludwigshafen

BASF Ludwigshafen

Der Samstag kam, und mit ihm der größte Teil der restlichen angemeldeten Teilnehmer (einige kamen später erst noch auf dem Hockenheimring bzw. der BASF hinzu). Die Ausfahrt zur BASF mit den nunmehr auf zwei Gruppen verteilten Coupés verlief geordnet und ohne größere Zwischenfälle… wäre da nicht wieder die höhere Gewalt gewesen. Mein (Joe) Google Navi hat es an diesem Wochenende irgendwie nicht gut mit mir gemeint und hat mich die Gruppe zunächst zielstrebig am Besucherparkplatz der BASF vorbeigeführt. Nach einer kurzen Extra-Locke war das aber kein echtes Problem. Nachdem die andere Gruppe auch eingetroffen war, ging es ins Besucherzentrum der BASF, einem der größten und bekanntesten Weltkonzerne in Sachen Chemie. Das Museum bot viele interessante Informationen zu einigen oft sehr speziellen Themen, weswegen sicher nicht jeder mit allen Informationen etwas anfangen konnte. Doch insgesamt bot vor allem die Rundfahrt über das Werksgelände ein paar Einblicke, die man so sonst nicht erhält. Für die Kids gab es einen eigenen Bereich, in dem sie die Wissenschaftler der Zukunft spielen konnten.

Vesperteller - und dafür sind Heckspoiler wirklich da! :-)

Vesperteller – und dafür sind Heckspoiler wirklich da! :-)

Zwischen den beiden Programmpunkten BASF und Hockenheimring hatten wir genügend Zeit, das überraschend stabile und angenehm warme Wetter zu genießen und uns bei vielen Benzingesprächen auf dem Parkplatz untereinander auszutauschen. Die Vesperteller, die mit viel Liebe und Sorgfalt vorbereitet wurden, fanden großen Anklang – wobei natürlich sowohl an die Vorlieben der Erwachsenen als auch an die der Kinder gedacht wurde.

 

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Am Hockenheimring

Schließlich wurde es Zeit, das eigentliche Highlight dieses Wochenendes anzusteuern, den Hockenheimring mit seiner Grand-Prix-Strecke. Und wer hätte das gedacht? Richtig, die höhere Gewalt war wieder am Werk, im wahrsten Sinne des Wortes in Gestalt der GPS-Informationen, die mir Google beschert hat. So hab ich meine Gruppe zielstrebig mitten in den Wald geführt. Aber auch dieses Vorkommnis war letztlich nicht tragisch, denn wir haben den richtigen Weg kurz darauf dann doch noch gefunden. An dieser Stelle möchte ich mich übrigens nochmal persönlich bei den Gruppenmitgliedern für ihre Geduld und das Verständnis bedanken – und nicht zuletzt für die große Disziplin bei der Kolonnenfahrt, denn wie wir aus Erfahrung wissen, ist es längst nicht immer so.

 

Kontrollzentrum Rennleitung

Am Hockenheimring angekommen, hatten wir Gelegenheit, das angeschlossene Museum zu besichtigen. Hier sind viele interessante Exponate der Motorsportwelt ausgestellt, von alten Motorrädern bis hin zu modernen Rennwagen. Außerdem war die Südtribüne geöffnet, so dass man sich eine Weile von der Geräuschkulisse der auf dem Ring fahrenden Motorräder und Autos einfangen lassen konnte. Leider hatten wir im Vorfeld nur einen sehr späten Termin am Hockenheimring für die Führung und die anschließende Fahrt auf der Grand-Prix-Strecke selbst bekommen.

Stilechte Einweisung

Stilechter Empfang

Dieser Tatsache ist auch geschuldet, dass es leider keine Fotos der Coupés an der Startaufstellung geben konnte, denn als wir auf den Ring fuhren, war es einfach schon zu dunkel. Die Tourguides waren sehr versiert und führten die beiden Gruppen an einige der interessantesten Punkte der Rennstrecke, darunter das Fahrerlager mit der persönlichen Box von Formel-Eins-Weltmeister Sebastian Vettel sowie das Kontrollzentrum, von wo aus die Rennleitung die Strecke zu jeder Zeit voll im Blick hat. Mit der höheren Gewalt versöhnt hat uns schließlich der Wettergott, der für unsere Fahrt auf dem Ring genau das richtige Zeitfenster zwischen zwei Regenschauern abwartete, sodass wir auf trockener Strecke fahren konnten. Da es dunkel war und die meisten Teilnehmer natürlich noch nie in ihrem Leben auf einer Rennstrecke waren (und somit die Streckenkenntnis fehlte), war ein freies Fahren im Interesse aller erhaltenswürdigen Bellas und der Gesundheit ihrer Besatzungen nicht möglich; es herrschte somit ein Überholverbot. Allerdings gaben die Guides alles, um einem Durchschnittsfahrer einen Vorgeschmack davon zu geben, wie es ist, auf der Rennstrecke zu fahren.

Auf dem Ring

Auf dem Ring

Das war insofern praktisch, als die Guides natürlich die Ideallinie kennen und man ihnen quasi blind folgen kann. Dass wir keine Rekorde aufstellen würden, war klar, aber das war ja auch nicht Sinn und Zweck der Aktion. Vielmehr war es ein tolles und unvergessliches Erlebnis, das die meisten während ihrer Zeit mit dem Coupé so wohl nicht erleben können.

Aufstellung an der Mercedes-Tribüne

Aufstellung an der Mercedes-Tribüne

Kurz nach dem Verlassen der Strecke ging es dann auch mit dem Regen los, der uns aber nicht mehr störte. Beschleunigt ging es zurück zum Hotel, denn für 21 Uhr hatten wir beim Italiener auch für diesen Abend reserviert. Insgesamt war es ein sehr schöner Abend und der krönende Abschluss eines sehr schönen Tages im Kreise vieler neuer und alter Coupéfreunde. Nach einer (für manche doch recht kurzen) Nacht ging es dann am Sonntag ans Abschiednehmen. Am Sonntagmorgen hatte der Wettergott dann endgültig auf Regen umgestellt, was uns aber nicht mehr stören konnte. Nach der herzlichen Verabschiedung gingen alle Coupés auf die Heimreise — hoffentlich ohne das Einwirken höherer Gewalt.

An alle angemeldeten Teilnehmer noch ein herzliches Dankeschön und auf ein baldiges Wiedersehen — das nächste Treffen kommt bestimmt!

Weitere Fotos und Links zu Videos in Kürze im offiziellen Forum der Fiat Coupe Freunde Deutschland