Ein (schmalziger) Coupétest mit Augenzwinkern

Nicht ganz ernst gemeint ist wohl dieser Bericht von Top Gear aus dem Jahr 1998. Jeremy Clarkson nimmt hierbei das Erscheinen des (zumindest in England) lange ersehnten Ford Cougar zum Anlass, eine Reihe zeitgenössischer Coupés unter die Lupe zu nehmen – wenn auch nur für einen flüchtigen Blick.

Amüsant ist der (leider nur in Englisch vorliegende) Bericht allemal. Clarkson beginnt mit einer Hommage an den Klassiker Capri, in dessen Fußstapfen der Cougar treten sollte. Leider hatte Ford es abgelehnt, Top Gear für diesen Bericht ein Modell zur Verfügung zu stellen, was Clarkson als Fehler bezeichnet, denn an den Platz des Cougar tritt im Test nun ein Eimer Schmalz (!). Die anderen Coupés entsprechen der Bandbreite dessen, was damals auf dem Markt zu finden war. Darunter natürlich sowohl unser geliebtes Coupé Fiat als auch das Schwestermodell GTV von Alfa. In diesem Test eliminiert Clarkson konsequent ein Auto nach dem anderen aus der Liste. So muss der CLK von Mercedes gehen, weil er mit dem starken Motor zu teuer ist und zum fairen Preis zu schwach. Der BMW 328i scheidet aus, weil er für Clarkson nur ein Zweitürer ist und kein Coupé, vor allem aber schon deshalb, weil er ein BMW ist (erfrischend ehrlich). Andere Fahrzeuge wie der Volvo C70, der Nissan 200 SX, der Toyota Celica und der Honda Prelude werden aus ähnlichen Gründen eliminiert, wobei dem Nissan zumindest ein bärenstarker Motor zugestanden wird zum günstigen Preis. Allerdings, so Clarkson, würde man sich nach einer längeren Fahrt nicht nochmal nach diesem Auto umdrehen, wenn man aussteigt, was für ihn ein k.o.-Kriterium darstellt. Der entfernte Design-Vetter unseres Coupés, der Peugeot 406, kann auch nur als Randnotiz punkten. Zu unserem Coupé (20VT-Version) fallen immerhin einige lobende Worte. Tolles Design, kraftvoller Auftritt, fairer Preis – doch da eine damalige Kundenbefragung offenbar nicht ganz zur Zufriedenheit von Clarkson ausfiel, muss auch unser Fiat leider aus der Liste weichen.

Immerhin gewinnt der Alfa mit Pauken und Trompeten, obwohl der Innenraum nicht gut bei Clarkson ankommt. Die Rücksitze seien ein Witz, überhaupt sei die Sitzposition für den Fahrer nur für einen Affen geeignet (wobei man jetzt fragen könnte, worüber sich Clarkson dann noch beschwert….), aber der V6-Motor mache das Fahrzeug zu einem kleinen Ferrari. Insgesamt sehr unpraktisch, doch man könne dieses Auto nach einer langen Fahrt einfach nicht alleine draußen stehen lassen. Worin sich das jetzt genau vom Erlebnis eines Coupé Fiat unterscheidet, werden wir eher nicht nachvollziehen können (zumal unser Auto nachgewiesenermaßen nicht nur schön ist, sondern durchaus auch praktische Vorzüge gegenüber der Alfa-Schwester hat). Aber sei es drum – man muss auch gönnen können und da der ganze Vergleich sowieso in keiner Weise objektiv geblieben ist, dient er wenigstens der Unterhaltung.

Der Cougar (in Form des Schmalzeimers) hat übrigens erwartungsgemäß nicht sehr gut abgeschnitten 🙂

Hier das Video:

Quelle: Youtube / OldTopGear